Millionenstrafen gegen Flüssigsas - Anbieter
Sonntag 28. Dezember 2008 von admin
Das Bundeskartellamt hat millionenschwere Bußgelder gegen sieben deutsche Flüssiggasanbieter wegen illegaler Preisabsprachen verhängt. Mindestens zehn Jahre lang haben die mittelständischen Unternehmen Drachen-Propangas, Friedrich Scharr KG, Progas, Primagas, Sano-Propan und Tyczka Enerige sowie Tyczka Totalgaz ihren Kunden überhöhte Preise berechnet und sie am Wechsel des Anbieters gehindert.
Diese Kartellabsprachen wurden seit 1997 durch ein System von “Wettbewerbsmeldungen” und das gemeinschaftlich betriebene Transportunternehmen Transgas abgesichert.
Besonders betroffen sind Kunden, die einen Miettank der betreffenden Flüssiggasanbieter nutzen. Diese Flüssiggaskunden waren den überhöhten Preisen schutzlos ausgeliefert. Die Preise lagen oft bis zu 100 Prozent über denen kleinerer, freier Anbieter.
Den Einwand, das die Millionenstrafen die Existenz der Firmen bedroht, läßt das Kartellamt nicht gelten, weil hinter den Unternehmen durchweg potente, sogar europaweit agierende Flüssiggas- und Mineralölkonzerne stehen, die auch nach der Bußgeldzahlung ihre Stellung im Markt sicherstellen können.
Kategorie: Allgemein, Flüssiggas | Keine Kommentare »

